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QiGong

Für mich ist QiGong eine therapeutische, energetische und spirituelle Art mit dem Körper zu arbeiten. Die kräftigenden und entspannenden Übungen sind ästhetisch komponiert und wirken sowohl auf das Meridiansystem, als auch auf die Körperstrukturen ein. Dieses daoistische Gesundheitssystem wurde über Jahrtausende von Übenden und Meistern entwickelt und verfeinert und heisst nicht umsonst so poetisch „der Kunstvolle Umgang mit der Lebensenergie Qi“.

Ich finde, dass die Alltagshaltungen der modernen Menschen von Körpermustern geprägt sind, die oftmals durch gestaute Energien entstehen und dann zu Verspannungen und Schmerzen führen.

QiGong hilft dabei, die festsitzende Energie zu lösen und zum Fließen zu bringen, sodass sie sich regulierend bis in die Organe, ins Gewebe und in die knöchernen Strukturen hinein verteilen kann und für vielfältige Heilungsprozesse zur Verfügung steht.

Diese intensive Beschäftigung mit der Energie Qi bewirkt auch Veränderung auf emotionalen und spirituellen Ebenen. Ein Gefühl für die eigene Mitte kann sich entwickelt; Achtsamkeit und Gewahrsein für heilsame Bedürfnisse und Gefühle wachsen.

Die Erkenntnis, dass wir in ein größeres Ganzes eingebunden sind, sickert ins Bewusstsein und beeinflusst alltägliche Entscheidungen. Das Leben wird langsamer, die innere Haltung entspannter.

Ein wichtiger Bestandteil meines Unterrichts sind auch, neben den bewegten Übungen, verschiedene geführte Meditationen. Da der Geist meistens eher unruhig und an viele Reize gewöhnt ist, fällt das Zulassen der inneren Stille und das Loslassen ins Yin hinein oft schwer. Daoistische Meditationen finde ich da sehr clever, denn sie laden das „monkey mind“ ein, sich mit dem Körper und den Qi-Flüssen zu beschäftigen. Wir üben z.B. das Innere Lächeln, die Heilenden Laute, der kleine und große Energiekreislauf, Meditationen zur Stärkung des Yin.

 

Seit 1991 begleitet QiGong mich und meine Klienten dabei, den Körper gesund, beweglich und kraftvoll zu halten, ein entspanntes, liebevolles Leben zu gestalten und eine harmonische Mitte zu pflegen.

 

QiGong im Einzelsetting: 60 Minuten - 65 Euro

 

QiGong in der Gruppe:     Probestunde - 10 Euro (bitte rufen Sie mich vorher an)

                                              Monatsbeitrag für einen Termin pro Woche - 50 Euro

                                              Drop In für erfahrene QiGonglerInnen - 16 Euro

                                       

Donnerstags 20.00 - 21.15 h QiGong & Meditation in der Gruppe 

Alternativ im Sommer: Freitags 8.30 - 9.30 h QiGong im Volkspark Friedrichshain

Hier eine Auflistung von möglichen Unterrichtsthemen. 

Basistechniken:

 

Die 18fache Taiji QiGong Form

Die 18 Bewegungen des Taiji QiGong sind Ende der 70er Jahre von Prof. Lin Hou-Sheng, Dozent an der Hochschule für chinesische Medizin in Shanghai, entwickelt worden. Das Taiji QiGong enthält Elemente des Yang Taijiquan Stils; daher auch die Namensgebung. Die Form ist speziell an die Bedürfnisse des modernen Menschen angepasst, da alle Figuren einzeln und unabhängig voneinander geübt werden können. Sie hat relativ schnell eine große Wirkung auf den Qi-Fluss des Körpers und ist besonders einfach zu erlernen.

 

Fünf Elemente Formen

Die Fünf Elemente oder Wandlungsphasen im Daoismus sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jeder Wandlungsphase werden bestimmte Jahreszeiten, Temperaturen, Emotionen, Farben, Energierichtungen, Organgruppen, etc. und Bewegungen zugeordnet. 

Die Fünf Elemente Formen sind kleine Formen, die über die Vorstellungskraft, Energierichtungen und Bewegungen arbeiten. Besonders schön ist es, diese Formen in der Natur zu üben.

 

Yuan Ming Gong

Der Ursprung des Lichts - das Yuan Ming Gong - wurde von Prof. Cong Yongchun aus China nach Deutschland gebracht. Es handelt sich hierbei um eine sehr alte kleine Form, die uns mit dem Fluss der Lebensenergie Qi vertraut macht und uns im Hier und Jetzt verwurzelt. Der Geist klärt sich und "öffnet den Zugang zur Fülle der Wunder"

 

Dantian QiGong

Die Dantianübungen sind Basisübungen, die u.a. durch ihre zentrierende Wirkweise unsere Mitte stärken. Durch das regelmäßige Praktizieren der sechs Übungen hebt sich das Energieniveau im Körper deutlich an. Sind die drei Dantian (Energiezentren oder Energiefelder) angefüllt, so verteilt sich das Qi regulierend im ganzen Körper bis zur Peripherie. Warme Hände und Füße werden eine Selbstverständlichkeit. Mehr Gelassenheit im Alltag, die Fähigkeit zu größerer Konzentration, Wohlbefinden und gesteigerte Vitalität sind Anzeichen für eine gute Energieverteilung im Körper.

 

Acht Brokate

Die Ba Duan Jin Form (übersetzt: Acht Stücke Brokate) findet ihren Ursprung im 12. Jahrhundert. Sie wurde von vielen Meistern unterrichtet und ist daher in sehr vielfältigen Versionen zu finden. Wir üben die Form in Anlehnung an den chinesischen Lehrer und Buchautor Lam Kam Chuen. Die Acht Brokatübungen haben eine öffnende und stärkende Wirkweise auf den Bewegungsapparat des Körpers: die Muskeln, Sehnen und Knochen werden sanft gekräftigt. Die Meridiane, unsere Energieleitbahnen werden gedehnt, sodass die Bewegung des Qi im Körper leichter spürbar wird.

 

QiGong speziell für Frauen:

 

Frauen QiGong

Der kunstvolle Umgang (=Gong) mit dem Qi bedeutet hier: das entspannte Erforschen und Vermehren unserer Yin Energie. Sanfte Körperübungen und Meditationen helfen dabei, die hormonelle Situation im Körper und somit des gesamten Drüsensystems auszugleichen. 

Menstruationsbeschwerden, PMS, Wechseljahresproblematiken können so reguliert werden. 

Selbstmassagen, energetische Klärungs- und Reinigungstechniken, sowie Verjüngungsübungen sind ebenfalls Themen dieses fortlaufenden Kurses.

 

Anspruchsvollere und längere Formen:

 

Fan Huan Gong

Die daoistische Methode Fan Huan Gong besteht aus acht bewegten und vier stillen Übungen, die der Überlieferung nach in die Zeit der Han-Dynastie (25-220 n.Chr.) zurückreichen und seitdem ohne Unterbrechung "von Herz zu Herz" weitergegeben wurden. Das Fan Huan Gong ist eine sehr schön komponierte Dan-Übung, die den physischen Körper ebenso anspricht, wie die Körperseele.

Ein Atem - Drei Dantian/ Sonne und Mond auf der Tragstange halten/ Der Herrscher hebt den Dreifuss/ Das große Rad beständig drehen/ Der alte Pengzu streicht seinen Bart aus/ Der Torwächter bändigt den Tiger/ Der Silberfluss ergießt sich in das Meer/ Im Liegen Hören und Sehen ohne Wahrzunehmen.

 

12 Wudang Brokate (Wudang Shi Er Duan Jin)

Diese 12 kostbaren Brokatübungen stammen aus dem Wudang Gebirge und werden dort in der Academy of Wudang Taoist Wushu Art u. a. von Master Guan Yongxing gelehrt. 

Die Akademie ist an eine daoistische Tempelanlage, in der wieder mehrere Mönche und Nonnen leben, angeschlossen. Die Übungen werden von den Kampfkunstmönchen gern zum Zentrieren und Aufwärmen benutzt, da sie alle Meridiane öffnen und den gesamten Körper aufdehnen und gleichzeitig kräftigen.

 

Wirbelsäulen QiGong (Chan Mi QiGong)

Die Wirbelsäule als zentrale Achse unseres Körpers wird bei dieser QiGong Art in alle Richtungen bewegt und "geschlängelt", wodurch eine Mobilisierung und Stärkung stattfindet. Gleichzeitig werden die Organe sanft massiert und erleichtert, der Geist wird angeregt und über die Nervenbahnen belebt sich der Stoffwechsel.

Das Wirbelsäulen QiGong hat seinen Ursprung in tibetisch-buddhistischen Klöstern und basiert auf vier Basisbewegungen: YongDong, BaiDong, NiuDong und RuDong. Während die Basisbewegungen ausgeführt werden, übt der Geist das Innere Lächeln und "wäscht" das Rückenmark.

 

Eisenhemd QiGong

Das Eisenhemd QiGong hat seinen Ursprung in den chinesischen Kampfkünsten und dient der Stärkung der Körperstrukturen. Sind die Muskeln und Sehnen stark, überträgt sich ihre Zugkraft auf den Knochen und vergrößert seine Dichte. 

Die sechs Eisenhemdpositionen werden relativ lange gehalten und helfen dem Körper dabei, die optimale Ausrichtung für die Wirbelsäule zu finden.

Muskelanspannung und Atemtechniken werden eingesetzt, um die Verwurzelung mit der Erde herzustellen und Erdenergie in den Körper zu ziehen. 

Wir üben folgende Positionen: Den Baum umarmen / Die Goldene Urne halten / Die Schildkröte taucht ins Wasser / Der Wasserbüffel steigt aus dem Wasser / Die Eisenbrücke / Der Eisenstab

 

Selbstmassage:

 

Anmo

Die Selbstmassage des gesamten Körpers oder auch nur einzelner Körperpartien stimuliert den Energiefluss auf den berührten Meridianen und lässt das heilende Qi der Hände über einzelne Akupressurpunkte in den Körper fließen. Der freie und ungehinderte Energiefluss, also die Auflösung von Qi-Staus und Qi-Stagnationen, wird so gefördert. Insbesondere im Gesicht haben wir viele Druckpunkte, die mit den verschiedenen Organen korrespondieren. Daher kommt die Gesichtsmassage dem gesamten Organismus zugute. Außerdem nimmt sie die Anspannung aus dem Gesicht, tonisiert Haut und Gewebe und lässt uns frischer und strahlender aussehen. Anmo bildet den Abschluss jeder QiGong Einheit.

 

Meditationen:

 

Das Innere Lächeln

Das Innere Lächeln ist eine Basisübung der Daoistischen Meditationen. Wir treten hierbei mit den Organen und Drüsen in Verbindung und schauen den Körper-Innenraum an. Durch das bewusste Lenken und Leiten der positiven (Lächel-) Energie wird der Körper gleichermaßen entspannt und erfrischt. Geist und Körper werden vom Stress befreit und ein Prozess der Selbstannahme findet statt. Die innere Stille wird kultiviert.

 

Die Sechs Heilenden Laute

Die Sechs Heilenden Laute (hier nach Mantak Chia) werden mit einfachen Armbewegungen und spezifischen Lauten im Sitzen ausgeführt. Durch die Laute werden unsere Organe an ihre Eigenschwingung erinnert und Verklebungen mit den Faszien werden gelöst. Freigesetze Hitze und altes Qi verlassen den Körper. Diese daoistische Entgiftungsübung ist auch gut für den Abend geeignet, da sie den Körper und den Geist entspannt und einen ruhigen Schlaf fördert.

 

Das stille Sitzen (auf dem Stuhl oder dem Kissen)

führt uns nach Innen: Alles darf da sein, nichts wird "weg geschoben". Wir tauchen ein in die Entspannung (die Abwesenheit von Spannung und Stress) sowie in den Zustand der inneren Achtsamkeit. Der Atem hilft uns, neue Räume im Inneren zu betreten, sie kennen zu lernen und zu integrieren. Wir spüren unsere Energie strömen, spüren die Kraft in uns und außerhalb von uns. Wir treten ein in die Verbindung von Micro- und Macrokosmos, vereinigen Yin und Yang Energien - spüren uns sitzend zwischen Himmel und Erde.

 

Der Energiekreislauf

"Die Meditation des warmen Lichtstroms" meint das Kreisen Lassen der Energie auf den beiden Hauptmeridianen des Körpers. Die Energie fließt gleichmäßig auf dem Lenkergefäß (in der Mitte des Rückens) hinauf und auf dem Dienergefäß, in der Mitte der Körpervorderseite - hinunter. Alle Energiezentren werden hierbei reguliert und später wird das Qi auch in den Armen und Beinen geführt (großer Kreislauf). 

"Gute Gesundheit, ein hohes Alter, schöpferische Intelligenz und vieles mehr wird dem beschert, der dieses allerhöchste Geheimnis praktiziert."

 

Fusionstechniken

Die Fusion der Fünf Elemente ist eine Reinigungsmeditation, die sowohl auf körperlicher, als auch sehr stark auf emotionaler Ebene wirkt. Wir nutzen die "innere Alchemie" um Emotionen in reine Energie, in Form einer Perle oder einem Energieball zu kristallisieren. Weitere Energiekanäle im Körper werden geöffnet und gereinigt. Die Meditationserfahrung vertieft sich, seelische Kraft, Wohlgefühl und Ausgeglichenheit wachsen. Störende Charaktermuster können sich allmählich wandeln.

 

QiGong-Bodenübungen:

 

Meridian-QiGong

Durch eine harmonische Abfolge von Bodenübungen weiten und dehnen wir unseren Körper, damit er beweglicher und kraftvoller wird. Die Ebenen der Muskel- und Gelenkstrukturen werden dabei genauso angesprochen wie die Ebene der Energieleitbahnen - der Meridiane -, damit das Qi- unsere Lebensenergie - ungehindert und reichlich auf ihnen fließen kann. Der Körper wird von den Energieleitbahnen durchzogen, ebenso wie von Blutbahnen, Nervenbahnen und Lymphbahnen. All diese Bahnen versorgen je nach ihren Aufgaben die Organe mit unterschiedlichen Flüssigkeiten und mit Qi. Wenn alles fließt, ist der Mensch gesund.